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    Extra

    Wem Gehört die Stadt - Erlebnisführung mit Sebastian Ringel

    Führung mit Geschichten um den Wilhelm-Leuschner-Platz

    Der Bereich des heutigen Wilhelm-Leuschner-Platzes ist einer der ältesten Bereiche der Stadt, war dieser doch bereits viele Jahrhunderte vorm Einsetzen der Industrialisierung besiedelt. So befand sich hier beispielsweise ursprünglich auch die Alte Peterskirche, die der Petersstraße zum Namen verhalf. Zugleich lautete der Name des Quartiers am und um den Leuschner-Platz Petersvorstadt, die einst die Heimat zahlreicher Handwerker, vor allem der Töpfer war.

    Mit dem enormen Wachstum der Stadt und der veränderten Strukturen durch die Industrialisierung ging diese im späten 19./ frühen 20. Jahrhundert in der neu entstehenden Südvorstadt auf. In dieser Zeit wurden auch zahlreiche neue Bauten auf dem Areal errichtet, wenngleich einzig das alte Grassimuseum, die heutige Stadtbibliothek erhalten blieb. Allerdings wurden hier auch zahllose andere bemerkenswerte Bauten errichtet, so das erste Leipziger Kaufhaus, das Kaufhaus Ury und die Markthalle, deren Keller noch immer existieren.

    Direkt am Ring standen zudem einst das Café Panorama, das mit einem riesigen Diorama aufwartete, das Café Bauer, das mit einer eigenen Reitbahn ausgestattet war oder das Gesellschaftshaus Harmonie, allesamt im späten 19. Jahrhundert errichtet. Der größte Teil des heutigen Platzes war dementsprechend bebaut und wies zahlreiche unterschiedliche Nutzungen auf.
    Allerdings existierte auch eine große Platzfläche, der Königsplatz, der direkt vor der heutigen Stadtbibliothek lag und bis an die Innenstadt heranreichte. Anhand historischer Fotografien kann die einstige Situation auch heute noch relativ gut nachvollzogen werden und da dieser zentrale Bereich der Stadt lange Zeit stark frequentiert wurde, gibt es auch eine Reihe spannender Geschichten und Episoden zu berichten.

    Rundgang mit Sebastian Ringel
    Treffpunkt: am Infocafé / Leuschnerplatz

    Leuschnerplatz, 17–18 Uhr, VVK: Eintritt frei, Spende erbeten