• Nachholtermin

    Dies ist der Nachholtermin vom 02.09.2020. Tickets vom 12.03. & 02.09.2020 bleiben gültig!

    WERK 2 präsentiert:

    Lesung

    Billy Bragg - Lesung

    „Drei Dimensionen der Freiheit“

    © Andy Whale

    Billy Bragg ist seit über 30 Jahren als unermüdlicher Songwriter und politischer Aktivist im Einsatz und gilt als einer der bedeutendsten linken Protestsänger seiner Generation. Mit seiner Musik und seinen politisch geprägten Texten hat er es sich zur Aufgabe gemacht, soziale Veränderungen herbeizuführen und andere dazu zu bewegen, sich politisch zu engagieren. In seinem Aufsatz Die drei Dimensionen der Freiheit zeigt er, dass sich Freiheit aus drei Elementen zusammensetzt: Liberalität, Gleichheit und Verantwortlichkeit.

    In einer Zeit in der viele Menschen das Gefühl haben, dass ihre Stimmen von entfernten Eliten ignoriert werden, die nicht mehr bereit sind, für ihre Handlungen Verantwortung zu übernehmen, ist für Bragg Verantwortlichkeit das stärkste Instrument gegen Autoritarismus: „Während Liberalität den Einzelnen ermächtigt und Gleichheit nach Gegenseitigkeit verlangt, verbindet Verantwortlichkeit diese beiden Aspekte miteinander, um ein Umfeld zu schaffen, in dem Freiheit nicht länger von Verantwortung getrennt ist. Diese dritte Dimension ist entscheidend, wenn wir für wirkliche Handlungsfähigkeit sorgen wollen. Liberalität gibt der Freiheit einen Fokus, Gleichheit gibt ihr den Rahmen, aber erst Verantwortlichkeit gibt ihr den Biss.“

    Stephen William „Billy“ Bragg ist ein englischer Singer-Songwriter und Aktivist. Seine Musik reicht von Liebesballaden über traditionelle Arbeiterlieder bis hin zu Protestliedern zu aktuellen politischen Ereignissen wie dem Brexit. Seit Anfang der 80er-Jahre kämpfte er mit Gitarre und Stimme gegen Apartheid in Südafrika, gegen den Marktliberalismus der britischen Premierministerin Maggie Thatcher, er griff die britische Monarchie an, George W. Bush und Donald Trump. Der Guardian bezeichnete seine Songs als »das perfekte Venn-Diagramm zwischen dem Politischen und dem Persönlichen«. Mit »A New England« schrieb er einen der Klassiker der britischen Musikgeschichte.

    Halle D, Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr, VVK: 19,70 €