• Nachholtermin

    Dies ist der Nachholtermin vom 08.12.2020. Tickets behalten ihre Gültigkeit!

    Landstreicher Konzerte präsentiert:

    Pop

    Alli Neumann

    Wir müssen meine Tour verschieben, aber wir konzentrieren uns direkt auf die positiven Aspekte, weil sonst hält man das nicht aus.
    1. in Flensburg spielen wir eine Zusatzshow
    2. Köln, München und Wien sind hochverlegt + Freiburg ist neu dabei
    3. es gibt jetzt eine motherfucking Hamburg Show
    An alle die schon Tickets haben: Dass du und ich mal so weit im Voraus planen!
    An alle die noch keine Tickets haben: Es kann sein, dass ich der 1. Mensch bin der on Stage vor Freude platzt. Das alleine könnte schon ein historisches Ereignis sein.
    P.S.: Wir verlegen ab jetzt nicht mehr hoch!
    P.P.S.: Du bist sexy!

    Die alten, lange nicht mehr gehörten Fragen zum Pop, da sind sie endlich wieder: Was will er eigentlich? Wie sehr darf er sich einmischen? Für was soll er eintreten? Alli Neumann, nach eigenen Angaben seit einigen Jahren 20, findet: Das mit der lieblichen, friedlichen, mit allem außer dem lästigen Liebeskummer einverstandenen Popmusik war eine Weile ganz schön, aber jetzt ist es vielleicht doch mal wieder an der Zeit für eine Alternative.

    Für Pop, der etwas will. Was sich dadurch ausdrückt, dass er für etwas steht. Und über Liebeskummer kann man dabei ja trotzdem noch singen. „In Deutschland gibt es gerade wieder diese seltsame Nachkriegsrudiment-Idee, Musik sei nur dazu da, um sich abzulenken. In den 80ern waren wir da schon viel weiter“, sagt Alli. „Ich bin bestimmt nicht mega politisch, aber ich fühl’ mich politisch. Ich will zum Beispiel zehn Jahre lang keine neuen Klamotten kaufen, nur Second-Hand-Sachen. Ich ernähr’ mich vegan. Und ich lebe so selbstbestimmt, dass man vermutlich das Label ,Feministin’ draufpacken könnte. Trotzdem will ich nicht mit dem erhobenen Zeigefinger nerven. Ich find’s cooler, wenn man einfach eine Alternative lebt und andere dadurch vielleicht inspiriert.“

    Das, was man auf ihren ersten beiden EPs hört, die im Oktober 2018 und Frühjahr 2019 veröffentlicht werden, nennt Alli deshalb auch „Alternativen Pop“. Natürlich drehen sich ihre Songs nicht dauernd um die ganz großen Gesellschaftsprobleme, es geht genau so um das kleine, von uns allen jeden Tag aufs Neue fortgeführte Theater vom Gelingen und Scheitern Beziehungen aller Art. Und trotzdem werden sie vorgetragen mit einer Haltung, in der viele große Botschaften stecken.
    Eine: Man muss nicht zart klingen, um über ein zartes Gefühl zu singen. Man kann selbstbewusst, wütend und rau sein, ohne Zerbrechlichkeit zu bestreiten. „Ich hab keinen Bock, eine weitere glattgebügelte, angepasste Frau in unserer Musikindustrie zu sein“, sagt Alli. „Es ist mal wieder Zeit für ein bisschen Krawall.“

    Halle D, Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr, VVK: 23,70 €