• AUST Konzerte präsentiert:

    Singer-Songwriter, Folk-Rock

    Frank Turner & The Sleeping Souls

    The Never Ending Tour Of Everywhere 2022

    Foto: Lukas Rauch

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    with special guests: PET NEEDS

    Es dürften global nur wenige Künstler*innen dermaßen unter der angespannten Lockdown-Lage der letzten 20 Monate gelitten haben wieder ebenso nah- wie fühlbare Punk-Troubadour der Postmoderne, Frank Turner. Zum einen, weil es tatsächlich kaum vergleichbare Musiker*innen gibt, die mit einem solchen Engagement und Drang fast pausenlos jede Konzertbühne bespielen, auf der sich eine Gitarre und ein Mikro einstöpseln lassen (in Zahlen: rund 3.000 Shows vor insgesamt mehr als zwei Millionen Menschen innerhalb von 15 Jahren Solokarriere). Und zum anderen, weil Frank Turners einzigartiges „Lost Evenings“-Festival, das er ein Mal jährlich an einem besonderen Ort veranstaltet und welches im vergangenen Jahr erstmals in Berlin stattfinden sollte, als eine der ersten Großveranstaltungen im Frühjahr 2020 gecancelt werden musste.

    Fast selbstverständlich auch: Neben all dieser Umtriebigkeit komponierte Turner während der Monate des Stillstands gleich noch sein nächstes, mittlerweile neuntes Studio-Album „FTHC“, das für den 11. Februar 2022 angekündigt wird und garantiert denselben Weg nehmen wird wie die vier Vorgänger: Schnurstracks in die Top 3 der britischen Albumcharts sowie in bald alle Album-Hitlisten in ganz Europa. Und dies beileibe nicht mit einer auf den Massengeschmack schielenden Zugänglichkeit, sondern mit Turners höchsteigener, unkorrumpierbarer Tonalität und stilistischen Handschrift, bei der Punk und Folk, Alternative Rock und Singer/Songwriter zu einem erfrischend unpolierten, gleichwohl hymnischen Amalgam verschmelzen.

    Erste Höreindrücke des Albums versprechen sogar noch mehr: Etwa eine punktuelle Hinwendung zu seinen ursprünglichen brachialen Hardcore-Wurzeln einerseits, andererseits aber auch überraschende Studiogäste wie US-Folker Jason Isbell oder Dominic Howard, sonst Schlagzeuger bei den Olymprockern Muse. Inhaltlich wird „FTHC“ seinen Hörer*innen erneut mindestens ebenso nahe kommen wie Frank Turner den Fans bei seinen Konzerten: Auch in den neuen Songs erweist sich Turner als sprachlich pointierter Chronist des Lebens, seiner Widerstände und Verluste. Meist beschrieben aus einer intimen, autobiografischen Perspektive und doch so erzählt, dass jeder einen individuellen Bezug zu den Textzeilen finden kann. Selbst wenn es, wie in dem Song „Farewell to My City“, um seinen ganz privaten Abschied von London geht, seiner geliebten Metropole, der er in diesem Jahr nach 20 Jahren den Rücken kehrte, für ein künftiges naturbasierteres Leben in Essex.

    Natürlich: Ein Song könnte kaum noch persönlicher die Seele und das Herz seines Erschaffers wiedergeben - und trotzdem kann man garantieren, dass Hunderttausende von Augenpaaren auf der ganzen Welt beim Hören nass werden dürften, weil er voller Wärme und Wehmut einen endgültigen Abschied illustriert von etwas, das für einen Großteil des eigenen Lebens immer unverzichtbar schien. Es sind - neben seinem fast penetrant ständig neu mit Leben gefüllten Zweitnamen „the hardest working man in showbusiness“ - gerade diese in bestechende Textzeilen und Melodien gegossenen emotionalen Wahrhaftigkeiten, die Frank Turner immer wie deinen besten, verständnisvollsten Freund wirken lassen. Und zwar für jeden einzelnen Fan.

    Auf eben diese unmittelbare Verbindung kann sich das Publikum bei den frisch für das Frühjahr bestätigten Shows freuen, wenn ihr Held mit seinen Sleeping Souls und neuen Songs zu uns auf Tour kommt.

    Halle A, Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr, VVK: 41,20 €