• Sommerbühne am Panometer

    UT Connewitz und WERK 2 präsentieren:

    Rock, Psychedelic, Folk

    Altın Gün + Support

    Altın Gün

    Die in Amsterdam ansässige, von der Kritik gefeierte anatolische Rock- und türkische Psychedelic-Folk-Band Altın Gün hat ihre Pandemiezeit im Studio verbracht und zwei Alben veröffentlicht! Yol, wurde auf Glitterbeat Records (Europa) und ATO Records (Amerika) veröffentlicht, Âlem, eine Veröffentlichung für wohltätige Zwecke, ist eine exklusive Veröffentlichung auf Bandcamp.

    Die Amsterdamer Band Altin Gün hat sich mit ihrem Grammy-nominierten zweiten Album Gece einen Ruf für die Verschmelzung von Vergangenheit und Gegenwart zu brillant eingängiger, beschwingter Popmusik erworben. Yol, ihr drittes Album, setzt diesen Trend fort, während es eine Reihe von klanglichen Überraschungen bietet.

    Es dürfte keine Überraschung sein, dass die Band erneut aus den reichen und unglaublich vielfältigen Traditionen der anatolischen und türkischen Volksmusik schöpft. Doch so vertraut die Geschichte auch sein mag, sowohl Yol als auch Âlem sind nicht einfach nur Platten, die traditionelle Klänge für ein zeitgenössisches Publikum umgestalten. Die Alben, die oft einen stark international geprägten, poppigen Sound präsentieren, signalisieren auch einen ganz anderen Ansatz bei der Produktion und Aufnahme der Band. Sängerin Merve Dasdemir nimmt die Geschichte auf: "Wir saßen im Grunde drei Monate lang zu Hause fest und haben Demos gemacht, zu denen jeder seinen Teil beigetragen hat. Das länderübergreifende Gefühl kommt vielleicht von diesem Prozess des Austauschs von Demos über das Internet, manche Musik haben wir im Studio gemacht, aber der Einschluss bedeutete, dass wir einen anderen Ansatz verfolgen mussten."

    Yol and Âlem weisen eine spürbare Verträumtheit auf, die vielleicht aus dieser erzwungenen Zeit des Nachdenkens entstanden ist. Und ausgewählte Elemente des "Euro"-Synthiepop der späten 1970er oder frühen 1980er Jahre scheinen ebenfalls durch. Diese neue musikalische Landschaft wurde durch die Wahl bestimmter Instrumente begünstigt, insbesondere durch das Omnichord. Altın Gün klingen wie eine türkische Kindergarten-Musiklehrerin aus den 1980er Jahren, die eine 808 benutzt!

    Wie immer sind die Tracks das Ergebnis einer echten Gruppenarbeit, bei der Ideen zum erwähnten Omnichord, zur 808 und zu anderen Elementen - wie Field Recordings und New-Age-eske Ideen - ständig zwischen den sechs Bandmitgliedern ausgetauscht werden. Mit sicherem Abstand, versteht sich.
    Die Platten verdanken sich auch einer neuen Herangehensweise an das Aufnehmen, wobei die Band mit Asa Moto (der Produzenten-Crew aus Gent, Oliver Geerts und Gilles Noë) zusammenarbeitete, die die Platten abmischte. Vorher hat die Band immer mit ihrem eigenen Tontechniker auf Band aufgenommen.

    Es wäre falsch zu behaupten, dass das, was Altın Gün zu einer so beliebten und erfolgreichen Band gemacht hat, beiseite gelassen wurde. Die druckvollen Workouts 'Sevda Olmasaydı' und 'Maçka Yolları' sind klassische Stücke der Band. Und auf "Âlem" sind zwei Originale zu hören, die eine schwindelerregende Vielfalt an Ideen und Ansätzen vereinen: das brasilianisch angehauchte "Kara Toprak" und das bandeigene "Kısasa kısas" mit einem Hauch von kosmischem Reggae in den Grooves von "Yüce Dağ Başında", und eine dampfende Version von "Hey Nari", die der traditionellen Komposition von Ali Ekber Çiçek einen Kick auf die Tanzfläche gibt.

    Altın Gün haben sich vielleicht ihren eigenen magischen Prozess der Neuinterpretation und klanglichen Wegfindung patentieren lassen, den man wahrscheinlich seit dem britischen Folkrock-Boom der späten 1960er und frühen 1970er Jahre nicht mehr gehört hat. Ihre Aufnahmen sind weniger eine Überarbeitung als vielmehr eine Verführung und entführen den Hörer in eine Welt, in der die ursprünglichen Songs nie zuvor gelebt haben. Noch einmal Merve Dasdemir: "Nachdem wir sie bearbeitet hatten, bekamen sie ein ganz neues Eigenleben. Vielleicht sind wir ein bisschen zu weit gegangen (lacht)."

    Altın Gün sind:
    Merve Dasdemir - Gesang, Keyboards
    Erdinç Ecevit - Gesang, Saz, Keyboards
    Jasper Verhulst - Bass
    Thijs Elzinga - Gitarre
    Daniel Smienk - Schlagzeug
    Chris Bruining - Schlagzeug

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    Geltungszeitraum: ab 21.06. bis 31.08.22

    Arena am Panometer, Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr, VVK: 27,50 €

    Altın Gün - Yüce Dağ Başında (Neue Single)