• Nachholtermin

    Das ist der Nachholtermin vom 23.09.2022. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit.

    Semmel Concerts präsentiert:

    Singer-Songwriter

    Jonathan Jeremiah

    Foto: Glenn Dearing

    Die Songs von Jonathan Jeremiahs neuem Album „Good Day“ klingen als wären sie aus einer anderen Zeit – eine Huldigung an den europäischen Soul der 60er Jahre. Aber altmodisch ist die Musik des Londoner Singer/Songwriter noch lange nicht. Ihm gelingt locker der Brückenschlag vom englischen Folk eines Cat Stevens oder John Martyn hin zum Soul im Stil von Marvin Gaye oder Bill Withers ins musikalische Leben von heute – abwechslungsreich arrangiert, mal opulent-swingend, mal minimalistisch-entspannt, aber immer melodiös. Auf seiner mittlerweile vierten Platte hat der Brite erneut sein riesiges Talent unter Beweis gestellt: Mit „Good Day“ ist ihm ein rundum perfektes Meisterwerk gelungen. Das Songwriting ist grandios. Die Stimme singt, summt, biegt sich geschmeidig durch die Lieder.

    Es ist dieser organische, analoge Sound, den Jeremiah seit seinem Debütalbum A Solitary Man von 2011 verfolgt, das von der BBC als "elegant und gefühlvoll, ein üppiges Artefakt der Songwriter- Klasse der 1970er Jahre" beschrieben wurde. Seine neueste Sammlung stellt jedoch alles bisher Erreichte in den Schatten. Good Day zeigt die bemerkenswerte Tiefe seines Handwerks, seine wunderbar müde, warme Stimme, die eindringliche Melodien in ungewöhnlich ausgefeilten Arrangements von Ben Trigg vom The Heritage Orchestra hervorbringt. Aufgenommen wurde das Album in den Konk Studios von Ray Davies, die Jeremiah als "eine wunderbare Umgebung, in der man sechs oder sieben Leute zusammenbringen kann" beschreibt, aber das war noch nicht alles, denn er packte eine 19-köpfige Streicher- und Bläsergruppe in den Raum. Das Ergebnis? Vom beschwingten Groove des Openers "Good Day" bis zu "Long Night", einer schwermütigen Ode an die Ausdauer, über das Breitwand-Drama "Deadweight", das, wie er verrät, von Nancy Sinatras und Lee Hazlewoods "Some Velvet Morning" inspiriert ist, bis hin zum abschließenden, wunderschönen, mit den Fingern gepickten "Yes In A Heartbeat" ist es ein sofortiger und zeitloser Klassiker.

    Jetzt geht Jonathan Jeremiah, nach 3 Jahren, endlich wieder auf Tour und wird im Frühjahr 2023 auch in Leipzig zu Gast sein.

    Halle A, Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr, VVK: 35,95 €