Streichelt // Credit: Leon Greiner

Morrow // Credits: lil.cutting.ly

Ari Raketo

WERK 2 präsentiert:

Newcomer

Mittwoch, 11. Februar 2026

All Good Undones: Streichelt "Rosenkrieg Tour"

Support: Morrow + Ari Raketo

Halle D | Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr

Früher war Streichelt als Musiker in diversen Band-Konstellationen aktiv, heute steht er alleine vorne – und das ziemlich überzeugend. Was als Nebenprojekt zwischen Uni und WG-Zimmer begann, ist inzwischen sein eigener Kosmos aus Disco-Drums, Synthieflächen und Texten, die nicht davor zurückschrecken, dahin zu gehen, wo es weh tut.

Auf der kommenden EP „Rosenkrieg“ (VÖ 20. Februar 2026) erzählt Streichelt in sechs Songs von allem, was man eben nicht einfach so in drei Sätzen Smalltalk abhandelt: Trennung, Abhängigkeit, psychische Achterbahnfahrt, Neuanfang. „Selbstzweifel, die zu Selbstbewusstsein werden“, so fasst er die Mini-Platte selbst zusammen. Es ist diese Offenbarung vom Inneren nach Außen, der Schritt von der Unsicherheit in die Klarheit, die „Rosenkrieg“ zusammenhalten. Streichelt schreibt und produziert alles selbst, meistens zuhause. Kein großer Masterplan, keine ausgefeilte Inszenierung. Nur ein Typ, der Songs macht, bis sie genau so klingen, wie er sie im Kopf hat.

Tournee-Veranstalter: Emerged Agency GmbH

morrow
ist Sänger, Produzent aus Leipzig. Er macht Musik nach Lustprinzip – nicht nach Genre-Gesetzen. Ob Neue Deutsche Welle, Breakbeat, DnB oder ein Country-Schatten im Off: am Ende soll man immer nur eines hören – morrow.

Seine Songs sind kleine Feldforschungen in Gefühl und Gedanke: über das, was uns bewegt, über Bauchgefühl und Entscheidungsschwierigkeiten, über das Steigen über Zäune – wortwörtlich und metaphorisch. Emotional, leicht philosophisch, aber nie verkopft. Eher wie ein Gespräch spät nachts, wenn die Stadt blau leuchtet und die alten Yamaha-Boxen ein bisschen übersteuern.

Live ist es weniger ein Konzert als ein gemeinsamer Moment, in dem der Bass durch alle Körper fließt und für ein paar Minuten klar wird: Es geht nicht um ihn
dort oben – es geht um uns alle dazwischen. Um das Gefühl, wenn Musik plötzlich lebt und jeder im Raum dieselbe Welle reitet.

morrow ist kein Künstler, der Antworten liefert.
Er baut Räume, in denen man die richtigen Fragen fühlt.

Ari Raketo

Ari Raketo hat eine starke Schwäche für Alleinunterhaltung und Entertainment – würde sich aber nie selbst so beschreiben.

Komplett kaputtverzogen vom bayerischen Gymnasium mit Musikunterricht, Vorsingen und Klavierpflichtstücken, kanalisiert Ari diese Mischung aus Prägung und Protest in Songs, die wie eine Ode an die Albernheit wirken – garniert mit tatsächlich guten Ideen und einem einigermaßen überzeugenden Songaufbau.

Ob Socken drei bis vier Tage am Stück tragen, noch ein extra Milchschaumtopping für Lieblings-Mitbewohnis machen oder smart im Smart an Cabrios vorbeiflitzen - Ari Raketo pflegt all das in ein Songgewebe ein, das von dem Musikmagazin deiner Wahl vielleicht als Electro-Quatsch-Pop bezeichnet werden könnte.