Swetlana Nowoshenowa

Felix Tamsut

Fatma Keser

Lara Wenzel

WERK 2 - im Rahmen der Tacheles 2026

Podiumsdiskussion

Donnerstag, 28. Mai 2026

Allein machen sie dich ein

Jüdische, kurdische und palästinensische Bündnisse vor und nach dem 7. Oktober

Halle D | Einlass: 18 Uhr, Beginn: 19 Uhr, EINTRITT FREI!

Allein machen sie dich ein - Jüdische, kurdische und palästinensische Bündnisse vor und nach dem 7. Oktober

Blickt man auf linke Bewegungen in Europa oder den USA, wirkt es oft so, als müsste man sich entscheiden, ob man gegen Antisemitismus oder Rassismus kämpft oder ob man für die Selbstbestimmung von Israelis oder Palästinenser:innen einsetzt. Dabei gibt es starke Bündnisse und Aktivist*innen, die ihre Kämpfe gegen rechte und islamistische Akteure und eine diskriminierende Mehrheitsgesellschaft notwendig zusammendenken. Auf dem Podium diskutieren die Gruppen Pek Koach - Jewish-Kurdish Women’s Alliance, Palestinians & Jews for Peace und Aktivist Felix Tamsut über die Stärke und Hürden sich gemeinsam zu engagieren. Ihre Anstrengungen stehen in einer langen Kontinuität von Bündnissen zwischen jüdischen, kurdischen und palästinensischen Aktivist*innen, die gemeinsam für Frieden, Dialog und Gerechtigkeit eintreten. Auf dem Podium knüpfen wir an diese Geschichte an und schaffen einen Raum für differenzierte Diskussion, in dem unterschiedliche Stimmen gehört und respektiert werden.

Fatma Keser wurde in Nordkurdistan geboren und ist politische Bildnerin. Sie ist Mitherausgeberin des Sammelbandes „Gesichter des Politischen Islam“ (2023) und Mitgründerin der Initiative Migrantinnen für Säkularität und Selbstbestimmung. Zudem ist sie Vorstandsmitglied von Pek Koach – Jewish-Kurdish Women’s Alliance und Madonna Mädchenkultur. Sie arbeitet zu kurdischer Geschichte, Feminismus, Islamismus, türkischem Rechtsextremismus und zu Gewalt im Namen der Ehre.

Swetlana Nowoshenowa ist Soziologin (M.A. und ist in der politischen Bildungsarbeit tätig. Sie referiert u.a. zu den Themen Machtmissbrauch, Verschwörungsmythen, sowie politische und religiöse Radikalisierung. Sie ist als Mitgründerin von Palestinians and Jews for Peace in der Dialog- und Friedensarbeit aktiv und setzt sich für Rehumanisierung, universelle Menschenrechte und Solidarität ein.

Felix Tamsut ist freiberuflicher Journalist aus Ashdod, Israel, der unter anderem für die Deutsche Welle berichtet. Seine Kernthemen sind neben der Berichterstattung über Israel und seine Gesellschaft die Fankultur und der Verbindung zwischen Politik und Fußball in Deutschland. Felix ist Mitglied beim 1. FC Köln und besucht alle Heim- und Auswärtsspiele seines Vereins.

Moderation: Lara Wenzel ist Theater- und Kulturwissenschaftlerin und lebt in Leipzig. Sie engagiert sich bei den Artists Against Antisemitism.

Diese Veranstaltung wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.